Darf’s mehr als ein Smartphone oder eine Kompaktkamera für die Reisefotografie sein, aber die Spiegelreflex ist zu klobig, aufdringlich und schwer? Spiegellose Systemkameras (DSLM) sind die Lösung! Kleiner, leichter und unauffälliger als Spiegelreflexkameras, aber mit gleicher oder gar besserer Bildqualität und Funktionsumfang.
Inzwischen bieten nahezu alle Kamerahersteller ein solches System an. Die Auswahl ist riesig, aber welches System eignet sich wie gut für Urlaubsfotos und Fotografie auf Reisen? Welche Vor- und Nachteile haben die Systeme? Dieser Beitrag liefert einen Überblick über die verschiedenen Systeme. Zu den konkreten Kameraempfehlungen für die Reisefotografie und ihre Genres geht es hier.
Inhaltsübersicht
- Spiegellose Systemkameras mit Vollformatsensor
- Spiegellose Systemkameras mit APS-C-Sensor
- Spiegellose Systemkameras mit Micro-Four-Thirds-Sensor
Systeme mit Vollformatsensor
Canon EOS R (RF-Mount)
Zur Photokina 2018 stellte Canon sein langersehntes spiegelloses Vorformatsystem vor. Das System ist eine komplette Neuentwicklung, aber stark an das über drei Jahrzehnte marktführende EF-System für Spiegelreflexkameras angelehnt. So besitzt das EOS-R-System ein neues Bajonett mit dem für spiegellose Kameras typischen kurzen Auflagemaß (Abstand zwischen Sensor und Bajonett). Der Durchmesser ist jedoch der gleiche wie beim alten EF-Anschluss. Das System ist gedacht für ambitionierte Amateurfotografen und professionelle Anwender.
Kameras
Nachdem die ersten beiden Kameras mit dem neuen RF-Bajonett noch den Anschein eines Versuchsballons erweckten, hat Canon mittlerweile mehrere spannende Kameras vorgestellt. Das Modell EOS R8* stellt den günstigsten Einstieg ins spiegellose Vollformat bei Canon dar. Wobei Einstieg hier nicht ganz wörtlich zu nehmen ist, denn die Kamera bietet eine hervorragende Ausstattung. Klappdisplay, 24-Megapixel-Sensor und Mikrofonanschluss fürs Filmen sind mit an Bord. Videos zeichnet die EOS R8 mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde in 4K auf.
Die EOS R8 erbt damit zahlreiche technische Features ihrer großen Schwester, der EOS R6 II*. Während sich erstere an ambitionierte Aufsteiger aus dem APS-C-Bereich richtet, ist die EOS R6 II auch für professionelle Anwender interessant. Zwei Kartenschächte zur redundanten Speicherung, ein deutlich besserer Wetterschutz und ein stabilisierter Sensor sind Punkte, die die Kamera zu einem robusten Begleiter machen.
Nochmals besser ausgestattet sind die beiden Spitzenmodelle EOS R5* und EOS R3. Erstere besitzt einen hochauflösenden 45-Megapixel-Sensor und kann Videos in 8K mit 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Die EOS R3 ist das Sportmodell mit einer geringeren Auflösung von 24 Megapixeln. Sie bringt dafür den derzeit besten Autofokus mit und ist in der Lage, bis zu 30 Fotos pro Sekunde aufzunehmen. Technisch ist das EOS-R-System damit das am Markt führende. Das spiegelt sich jedoch auch im Preis wider.
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Objektive
Gemeinsam mit der ersten Kamera stellte Canon ursprünglich vier native Objektive mit RF-Anschluss vor. Dabei handelt es sich mit Ausnahme des kleinen 35mm-Makroobjektivs* um große und schwere Objektive aus Canons Premium-Linie. Als Kitobjektiv ist ein 24-105mm* im Angebot, die derzeit lichtstärkste Festbrennweite ist ein 50mm mit Blende f/1.2*. Technisch besonders beeindruckend ist das vierte Objektiv, ein 28-70mm-Zoomobjektiv mit f/2.0*, das aufgrund seiner Größe und seines Gewichts aber nur für sehr spezielle Einsatzzwecke in Frage kommt. Wie üblich sind die L-Objektive genau wie die Kamera EOS R gegen Staub und Spritzwasser geschützt.
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Mittlerweile zählt das Arsenal an Objektiven für das RF-Bajonett zu den umfangreichsten am Markt. Zu unterscheiden ist grundsätzlich zwischen der hochwertigen und teuren L-Serie sowie den deutlich günstigeren anderen Optiken. Letztere sind qualitativ aber ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau. Der Unterschied zur L-Serie liegt vielmehr in der günstigeren Bauweise und dem fehlenden Spritzwasserschutz. Die Optiken sind zudem meist nicht ganz so lichtstark wie die L-Objektive, dafür aber deutlich kleiner und leichter. Innerhalb der L-Serie ist bei Zoom-Objektiven in der Regel eine lichtstarke f/2.8-Variante sowie eine etwas günstigere f/4-Variante erhältlich. Interessant sind aber auch die günstigen und leichten Teleobjektive, die Canon auf den Markt gebracht hat. Die 600mm*- und 800mm*-f/11-Objektive sind ein echtes Alleinstellungsmerkmal.
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Besitzer von Objektiven mit EF- oder EF-S-Anschluss für analoge und digitale Spiegelreflexkameras können diese nahezu vollumfänglich mittels Adapter am EOS-R-System weiterverwendet werden. Canon selbst bietet gleich drei verschiedene Adapter von EF- auf RF-Mount an. Der günstigste* überträgt lediglich die Objektivdaten an die Kamera und ermöglicht die bei Canon übliche elektronische Blendensteuerung, die Nutzung des Bildstabilisators im Objektiv und des Autofokus. Die zweite Variante* besitzt zusätzlich einen Kontrollring, der mit bestimmten Funktionen versehen werden kann. Die dritte und teuerste Version bietet darüber hinaus einen Einschub für Filter*, was besonders bei Objektiven nützlich ist, die kein Filtergewinde besitzen. Auf diese Weise kann man unter Umständen auf ein teures Steckfiltersystem verzichten.
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Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie
Das große Angebot an Objektiven macht das Canon EOS-R-System für Neueinsteiger sehr interessant. Die Optiken der L-Serie sind allerdings allesamt recht groß und schwer. Reisefotografen dürften daher mit den günstigeren und kleineren Nicht-L-Linsen glücklicher werden. Dann fehlt allerdings der Spritzwasserschutz, den andere Hersteller auch in diesem Segment bieten. Gerade im Wildlife-Bereich bietet das RF-System aber ein Angebot, das es so bei keinem anderen Bajonett gibt. Die Objektivqualität ist ohnehin über alle Zweifel erhaben. Das hat allerdings auch seinen Preis. Fotografen mit einem geringen Budget sind beim EOS-R-System definitiv falsch.
Ein Einstieg in das System bietet sich daher vor allem für Besitzer von EF-Objektiven an, die auch in Zukunft Canon-Kameras nutzen möchten. Alle anderen Reisefotografen finden für weniger Geld Alternativen, die in technischer Hinsicht ähnliche Leistungen bieten.
Nikon Z (Z-Mount)
Ebenfalls zur Photokina 2018 erschien das Pendant von Nikon mit einer groß angelegten Marketingkampagne. Genau wie Canon wirbt Nikon mit einem neuen Objektivanschluss, der dank seines kurzen Auflagemaßes und des großen Bajonettdurchmessers besonders lichtstarke Objektive ermöglichen soll. Entsprechend zielt es auf ambitionierte Amateure und Profifotografen ab.
Kameras
Nikon stellte zum Start des neuen Systems zwei völlig neu konzipierte Kameras vor. Mittlerweile ist in beiden Fällen ein Nachfolger erschienen. Die Z6 II* und Z7 II* sind von außen kaum zu unterscheiden besitzen beide einen kompakten, aber dennoch sehr ergonomischen Body. Die Unterschiede werden erst beim Blick auf das Innenleben deutlich. Die Z6 II besitzt einen Sensor mit 24 Megapixeln, die Z7 II dagegen ein Exemplar mit hochauflösenden 45 Megapixeln, der in ähnlicher Form bereits in der Spiegelreflexkamera D850 zum Einsatz kam. Die Z7 II besitzt zudem ein etwas umfangreicheres Autofokussystem als die Z6 II. Beide Kameras können Videos in 4K-Auflösung über die volle Sensorgröße, wahlweise auch mit Log-Profil, aufzeichnen.
Die Sensoren sind stabilisiert und bestechen durch den Nikon-typischen großen Dynamikumfang. Anders als die meisten anderen spiegellosen Systemkameras setzt Nikon bei der Z6 II und Z7 II auf Speicherkarten im XQD-Format. Diese sollen robuster und schneller als SD-Karten sein, sind aber derzeit noch nicht weit verbreitet und dementsprechend teuer. Ein zweiter Speicherkartenschacht im SD-Format ist aber ebenfalls mit an Bord.
Wem die beiden Modelle zu teuer sind, der findet mit der Z5* eine veritable Alternative. Die Kamera ist gegenüber der Z6 II nur in wenigen Punkten abgespeckt, aber deutlich günstiger. Sie besitzt einen stabilisierten 24-Megapixel-Sensor, ist nicht ganz so robust wie die teureren Modelle und kann Video in 4K nur mit einem Crop aufnehmen.
Das Spitzenmodell Z9 ist eine der derzeit herstellerübergreifend ausgereiftesten Kameras. Die Z9 kann nicht nur bis zu 20 Raw-Bilder pro Sekunde auf ihren hochauflösenden 45-Megapixel-Sensor bannen. Sie ist auch eine der ersten Kameras überhaupt ohne mechanischen Verschluss. Videos zeichnet die Z9 in 8K mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde auf. Mit dem Topmodell zementiert Nikon seine Position als führender Hersteller auf dem Gebiet der spiegellosen Kameras.
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Objektive
Zum Start des spiegellosen Systems kündigte Nikon ursprünglich drei native Objektive an, mittlerweile sind unzählige weitere Objektive hinzugekommen. Zur Zeit umfasst das Angebot beispielsweise mehrere Festbrennweiten (20mm*, 24mm*, 35mm*, 50mm* und 85mm* mit Blende f/1.8) sowie kompakte Zoomobjektive im Standardbereich 24-70mm f/4* und im Ultraweitwinkelbereich 14-30mm f/4*. Anders als bei Canon handelt es sich bei den Objektiven somit nicht um extrem lichtstarke Exemplare, sondern um günstigere und kleinere Linsen. Mittlerweile sind aber auch weitere, größere Objektive, wie ein 24-70 f/2.8*, und Nikons Prestigeobjektiv 58mm f/0.95 Noct hinzugekommen.
Den Telebereich hat Nikon erst in jüngerer Vergangenheit ausgebaut. Mittlerweile sind aber auch hier einige sehr spannende Optionen vorhanden, wenn auch allesamt in einem gehobenen Preissegment. Das Angebot umfasst beispielsweise ein lichtstarkes 70-20mm f/2.8 und ein klassisches 100-400mm-Objektiv. Neben den teuren professionellen Telefestbrennweiten hat Nikon mit dem 400mm f/4.5 auch eine etwas günstigere und kompaktere Telefestbrennweite für Naturfotografen im Angebot, die es so derzeit bei keinem anderen System gibt.
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Genau wie Canon bietet auch Nikon einen Adapter* an, mit dessen Hilfe Objektive für den F-Mount auch an den neuen spiegellosen Kameras genutzt werden können. Allerdings können ältere Objektive teilweise nur mit Einschränkungen verwendet werden, sodass die Kompatibilität nicht vollständig gegeben ist. Angesichts des noch nicht ganz so umfassenden nativen Objektivangebots für den Z-Mount ist der Adapter aber für Besitzer von F-Mount-Objektiven eine sinnvolle Investition.
Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie
Wer bereit ist, in ein neues Kamerasystem zu investieren, kann auf Reisen sehr glücklich werden mit dem Nikon-Z-System. Auch wenn die native Objektivauswahl noch nicht ganz so groß wie z. B. bei Sony ist, sind die neuen Linsen gerade für Reisefotografen sehr vielsprechend. Das aufgrund der Tatsache, dass viele von ihnen verhältnismäßig leicht und kompakt gebaut sind. Gepaart mit den etwas größeren Kamerabodys ist die Handhabung exzellent, das Gesamtsystem in der Praxis aber recht unauffällig. Auch in technischer Hinsicht sind die Kameras ausgereift und robust.
Panasonic / Leica / Sigma (L-Mount)
Das dritte zur Photokina 2018 vorgestellte DSLM-Vollformatsystem ist eine Kooperation von den Firmen Leica, Panasonic und Sigma. Genau genommen existiert das System schon etwas länger, wurde aber bislang nur von der Firma Leica unterstützt. Die ersten Kameras von Panasonic mit L-Anschluss sind Anfang 2019 auf den Markt gekommen. Sigma hat mittlerweile ebenfalls eine eigene Kamera am Start.
Kameras
Zurzeit besitzen die Leica SL (Typ 601) und die Sigma FP den L-Anschluss, mit der Panasonic S1, S1R und S1H folgten 2019 drei weitere Kameras. Ähnlich wie bei Nikon gibt es ein Exemplar mit moderater Auflösung von 24 Megapixeln (Lumix S1*) und eine hochauflösende Kamera mit 47 Megapixeln (Lumix S1R). Die Lumix S1H ist ein Modell, das speziell Videografen ansprechen soll. Panasonic bewirbt die Kameras als Vollformat ohne Kompromisse. Hinsichtlich der Bildqualität und der herausragenden Robustheit der Konstruktionen mag das zutreffen. Ebenso, was die Videofunktionalität betrifft. Als erste Vollformatkameras können die Lumix S1 und S1R 4K mit 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen.
Die S1-Modelle sind jedoch allesamt sehr groß, schwer und auffällig. Als Alternative bietet Panasonic mit der Lumix S5 II* auch eine kleinere und leichtere Alternative an. Die Kamera übernimmt zahlreiche Eingeschaften der Lumix S1 und ergänzt sie beispielsweise um ein dreh- und schwenkbares Display. Der stabilisierte Sensor löst 24 Megapixel auf, Videos zeichnet die Kamera in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde auf.
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Objektive
Derzeit gibt es für den L-Mount ein umfangreiches Objektivangebot der Firma Leica, das sich aus mehreren Festbrennweiten und Zoomobjektiven im Bereich zwischen 16mm Weitwinkel und 280mm Tele zusammensetzt. Alle Objektive sind von hoher Qualität, allerdings genau wie die Kamera Leica SL sehr schwer und Leica-typisch extrem teuer. Auch die anfänglich von Panasonic vorgestellten Objektive (16-35 f/4, 24-105 f/4, 50mm f/1.4 und 70-200 f/4) sind ähnlich teuer und schwer.
Mittlerweile sind jedoch auch einige günstigere und leichtere Optionen hinzugekommen. Besonders interessant ist das kleine Objektiv mit 20-60mm* Brennweite, das es so derzeit für kein anderes System gibt. Ergänzen lässt es sich beispielsweise durch ein 70-300mm* und die Ausrüstung für die nächste Reise ist komplett. Günstigere Objektive sind auch von der Firma Sigma erhältlich, die ihr Angebot an hochwertigen Festbrennweiten mittlerweile auch für den L-Mount anbietet. Zu unterscheiden ist zwischen der Art-Linie mit sehr lichtstarken, aber schweren Objektiven und der Contemporary-Linie, die einen Kompromiss zwischen Lichtstärke und Größe findet.
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Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie
Mit ihrem für spiegellose Kameras extrem hohen Gewicht von über einem Kilogramm sind die Kameramodelle mit L-Mount für die Reisefotografie derzeit nur eingeschränkt empfehlenswert. In dieser Hinsicht dürften das Nikon-System und der E-Mount von Sony die bessere Adresse sein. Mit der Lumix S5 II hat Panasonic aber mittlerweile auch ein kompakteres Modell im Angebot. Auch hinsichtlich der Preise ist aber offensichtlich, dass Panasonic mit dem System eher fortgeschrittene und professionelle Anwender ansprechen will, die auf Robustheit angewiesen sind und der Kompaktheit und dem Gewicht einen geringeren Stellenwert einräumen.
Sony Vollformat (E-Mount)
Sony ist unbestreitbar der Pionier unter den spiegellosen Vollformatkameras. Seit 2013 hat Sony teils in Kooperation mit Zeiss ein beeindruckendes Sortiment an Kameras und passenden Objektiven für den sogenannten E-Mount herausgebracht. Genau wie die Systeme von Canon und Nikon zielt das Vollformatsystem von Sony auf ambitionierte Amateure und professionelle Anwender ab.
Kameras
Die aktuellen Vollformatkameras von Sony sind teilweise bereits in der vierten Generation angelangt. Das aktuelle Allrounder-Modell ist die Sony A7 IV* mit einem 33-Megapixel-Sensor und 4K Video mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Hinzu kommen als Modell mit hoher Auflösung die A7R V (61 Megapixel) und die A7S III als Kamera, bei der der Fokus in erster Linie auf der Videofunktionalität liegt. Dieses Modell besitzt einen Sensor mit lediglich 12 Megapixeln, ermöglicht aber die Aufnahme in 4K mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde.
Mit der dritten und vierten Kamerageneration ist es Sony gelungen, ein sehr reifes Produkt auf den Markt zu bringen, das kaum Wünsche offen lässt. Hervorragende Fotoqualität, sehr gute Videoeigenschaften sowohl in 4K als auch Full-HD, Dual Card Slots im SD-Format und dank neuem Akkutyp eine hervorragende Batterielaufzeit. Auch die einst spartanische Implementierung des Touchscreens und die mitunter komplexe Menüführung gehören mittlerweile der Vergangenheit an.
Auch Kameras der älteren Generationen wie die A7 III* oder die A7R III* sind nach wie vor am Markt und teilweise zu günstigen Konditionen erhältlich. Ein ausführlicher Test der hochauflösenden Sony A7R III für die Reisefotografie ist hier auf dem Blog zu finden. Neben diesen Modellen bietet Sony mit der A7C II* auch noch ein ultrakompaktes und leichtes Modell an. Die Funktionalität entspricht dabei weitgehend der A7 IV, die Kamera ist aber nicht größer als ein APS-C-Modell. Auch eine hochauflösende Variante des kompakten Gehäuses ist mit der A7C R erhältlich, deren Funktionsumfang wiederum annähernd jenem der A7R V entspricht.
Neben der A7-Reihe umfasst das Portfolio von Sony auch eine Kamera für Sport und Action in Form der A9 II. Das Topmodell hört entgegen der zu erwartenden Nomenklatur auf den Namen A1 und vereint eine hohe Auflösung (50 Megapixel) mit schneller Geschwindigkeit (bis zu 30 Bilder pro Sekunde). Auch 8K-Videos kann die A1 aufnehmen.
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Objektive
Wie angesprochen gibt es für den E-Mount bereits ein umfangreiches Objektivangebot an Sony-eigenen Linsen. Diese umfassen sowohl sehr kleine, günstige Festbrennweiten, aber auch große, robuste Objektive, die professionellen Standards genügen. Mit beispielsweise Sigma, Tamron, Samyang und Viltrox bieten inzwischen aber auch zahlreiche Dritthersteller eigene Objektive für den E-Mount an, die oft günstiger sind als die Sony-Varianten.
Neben dem nativen Objektivangebot besteht aber dank entsprechender Adapter auch die Möglichkeit, so ziemlich jedes jemals gebaute Objektiv an den E-Mount anzuschließen. Ältere, rein mechanische Objektive können über günstige Adapter verbunden werden. Aber auch für neuere, elektrische Linsen anderer Hersteller gibt es die Möglichkeit eines Anschlusses. Teilweise funktionieren damit auch Autofokus und Blendensteuerung direkt über die Kamera. Beispielsweise lassen sich über den Sigma MC-11-Adapter* und den Metabones-Adapter* Canon-Objektive nahezu wie an proprietären Kameras nutzen.
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Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie
Die aktuellen Vollformatkameras von Sony sind ein rundes Paket und gerade für Personen, die auf Reisen sowohl Fotos als auch Videos anfertigen, ideal geeignet. Die Kameras sind verhältnismäßig leicht und kompakt, lassen sich uneingeschränkt über USB aufladen und besitzen unübertroffene Eigenschaften bei der Bildqualität. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gerade bei der A7 III hervorragend.
Die Objektive sind dagegen – wie bei den anderen Herstellern ebenfalls – größtenteils in der Oberklasse angesiedelt. Dank des breiten Angebots verschiedener Hersteller lassen sich aber auch Kombinationen für vergleichsweise wenig Geld zusammenstellen. Neben dem Sony-eigenen hervorragend für Reisen geeigneten Standardzoom 20-70mm* bietet sich beispielsweise die günstigere Alternative von Tamron an, ein kompaktes 28-75mm-Objektiv* oder von Sigma in Form eines 28-70mm*. Auch wer auf der Suche nach kleinen Festbrennweiten ist, wird im Sony-System fündig wie bei keinem anderen Hersteller. Von 28mm* über 35mm*, 55mm* und 85mm* gibt es die gängigen Brennweiten zu günstigen Konditionen. Puristen wissen zudem die angesprochene Möglichkeit zu schätzen wissen, „Altglas“ über Adapter anzuschließen. Manuelle Objektive aus den 70ern und 80ern bieten hervorragende optische Eigenschaften zu Schnäppchenpreisen. Ob eine Festbrennweite für dich auf Reisen in Fragen kommt, beantwortet dieser Beitrag!
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Systeme mit APS-C-Sensor
Canon EOS M (EF-M-Mount)
Schon lange vor dem EOS-R-System führte Canon im Jahr 2012 sein erstes hauseigenes spiegelloses System ein, das EOS-M-System. EOS M ist ein System für Hobbyfotografen, die keine professionellen Ansprüche haben, sondern eher Wert auf eine günstige, leichte und kompakte Ausrüstung legen. Das System wird seit 2023 nicht mehr fortgeführt, ist als besonders kompakte und günstige Alternative aber für Reisefotografen nach wie vor interessant.
Kameras
Canon bietet mit der M200, M5, M6 II und M50 derzeit vier verschiedene spiegellose Kameras mit EF-M-Anschluss an. Alle Kameras besitzen einen 24-Megapixel-Sensor (die M6 II 32 Megapixel) und unterscheiden sich in erster Linie hinsichtlich der Bedienungselemente. M5* und M50 II* besitzen einen eingebauten Sucher und sind mit mehreren Wahlrädern als Kameras für fortgeschrittene Nutzer zu verstehen. Das Modell M6 II* stellt im Grunde genommen eine M5 ohne integrierten Sucher dar. Die M200* basiert nahezu ausschließlich auf einer Bedienung über den klappbaren Touchscreen-Monitor und eignet sich damit vor allem für die Generation Smartphone.
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Gepaart mit den guten Objektiven bieten die Kameras der M-Serie von Canon eine hervorragende Fotoqualität, auch ohne nachträgliche Bearbeitung am Rechner. Spitzenreiter ist ohne Zweifel die M6 II, die aber auch preislich die Liste anführt. Für Filmer ist sie besonders interessant, da sie als einzige aus der M-Serie Videos in 4K-Auflösung mit Canons hervorragendem Dual-Pixel-Autofokus aufnehmen kann. Auch die M50 kann Videos in 4K aufzeichnen. Allerdings nur mit dem mittleren Sensorbereich (daraus resultiert ein Crop) und nur mit Kontrastautofokus. Fortgeschrittenen Ansprüchen genügen die Kameras im Videosektor jedoch allesamt nicht. Hier bietet die Konkurrenz von Sony und Panasonic wesentlich mehr Möglichkeiten. Wem aber gar kein Interesse an aufwendiger Nachbearbeitung hat und vielmehr gute Qualität direkt aus der Kamera bevorzugt, der findet bei den EOS-M-Kameras ein gutes Filmwerkzeug.
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Objektive
Das native Objektivangebot für den EF-M-Anschluss ist überschaubar, passt aber hervorragend zur Zielgruppe. So finden sich im Sortiment ein optisch hervorragendes Weitwinkelzoom*, ein Pancake-Standardzoom*, ein Superzoom* sowie ein Telezoom*. Zusätzlich bietet Canon zwei lichtstarke Festbrennweiten im Bereich 22mm* und 32mm* (umgerechnet auf Vollformat 35mm und 50mm) sowie ein Makroobjektiv an. Alle Objektive sind ausgesprochen kompakt und leicht. Genau wie die Kameras sind jedoch auch die Objektive nicht gegen Staub oder Spritzwasser abgedichtet.
Sowohl Canon als auch diverse Fremdhersteller bieten für das EF-M-System einen Adapter* an, mit dem Objektive mit EF- bzw. EF-S-Anschluss (jedoch nicht RF-Anschluss) adaptiert werden können. Abgesehen von kleineren Festbrennweiten ist diese Lösung allerdings eher als Notlösung zu verstehen, weil die großen EF-Objektive an den kleinen M-Bodys schnell kopflastig werden.
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Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie
Reisefotografen, die Wert auf eine günstige, kompakte und leichte Ausrüstung legen, werden beim EF-M-System fündig. Dank der kleinen Kameras und Objektive nimmt die Fotoausrüstung nicht viel Platz in Anspruch und ermöglicht hervorragende Aufnahmen direkt aus der Kamera. Auf dem Papier mag das EF-M-System der direkten Konkurrenz von Fuji und Sony hinterherhinken. Das fällt allerdings erst in Extremsituationen auch in der Praxis ins Gewicht. Wer also ohnehin keine aufwendige Nachbearbeitung am Rechner plant und einfach mit einer guten Kamera seine Reise dokumentieren will, macht mit dem EF-M-System nichts falsch.
Wie lange das EF-M-System aber noch von Canon weiterentwickelt wird, ist ungewiss. Mittlerweile existiert mit dem RF-S-System ein neues System für APS-C-Sensoren, das mit EF-M nicht kompatibel ist. Dass Canon beide Varianten dauerhaft pflegen wird, ist eher unwahrscheinlich. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man in das EF-M-System einsteigt.
Canon EOS R (RF-S-Mount)
Genau wie schon seinerzeit bei Spiegelreflexkameras bietet Canon neben dem spiegellosen Vollformatsystem einen Ableger mit APS-C-Sensoren an. Die Kameras aus der EOS-R-Reihe besitzen das gleiche Bajonett wie die Schwestermodelle mit Vollformatsensor und können daher auch auf das umfangreiche Objektivangebot für den RF-Mount zurückgreifen. Die Modelle mit APS-C-Sensoren versuchen grundsätzlich zwei verschiedene Zielgruppen abzudecken. Auf der einen Seite sollen die Kameras einen günstigen Einstieg in das EOS-R-System ermöglichen. Auf der anderen Seite ist das System auch für Wildlifefotografen interessant, die die kleineren Sensoren wegen des Cropfaktors zu schätzen wissen.
Kameras
Um die beiden beschriebenen Zielgruppen zu erreichen, bietet Canon zwei grundlegende Linien im APS-C-Bereich an. Die EOS R100*, EOS R50* und EOS R10* stellen Kameras für Einsteiger und Fortgeschrittene dar, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und mit einem 24-Megapixel-Sensor bestückt sind. Die Unterschiede liegen in erster Linie im Bereich der Ergonomie, Haptik und Bedienung. Wie üblich bei Canon gilt, je kleiner die Zahl, desto besser die Ausstattung und desto höher der Preis. Die deutlich teurere EOS R7 legt den Fokus dagegen stärker auf Geschwindigkeit und besitzt neben einem 33-Megapixel-Sensor die Möglichkeit, bis zu 15 Bilder pro Sekunde aufzunehmen. Auch die Ausstattung ist hardwareseitig mit Dual Card Slots und softwareseitig mit mehr Konfigurationsmöglichkeiten im Foto- und Videobereich umfangreicher.
Objektive
Das Angebot an APS-C-Objektiven für den RF-Mount (erkennbar an der Bezeichnung RF-S) ist derzeit noch überschaubar. Canon bietet lediglich zwei Kit-Linsen im Bereich 18-45mm* und 18-150mm* und ein Teleobjektiv mit 55-210mm* an. Wer speziellere Objektive nutzen möchte, kommt daher nicht um den Kauf der teureren Vollformatobjektive herum.
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Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie
Wer auf Reisen viel Reichweite und entsprechend lange Brennweiten braucht, für den ist der kleinere APS-C-Sensor besonders interessant. Tierfotografen werden den Cropfaktor schätzen. Das ist derzeit auch das Hauptargument für eine Investition in RF-S. Wer bereits im EOS-R-System verankert ist, für den ist die EOS R7 eine interessante Erweiterungsoption. Für Neueinsteiger, die ausschließlich auf APS-C setzen wollen, bietet das derzeitige Objektivangebot im Vergleich zur Konkurrenz allerdings noch zu wenig. Insbesondere das Hauptversprechen von APS-C, nämlich eine kleinere und leichtere Ausrüstung, wird mit dem RF-S-Angebot zumindest im Moment noch nicht erfüllt.
Fujifilm X (X-Mount)
Fuji – dieser Name steht in der spiegellosen Kamerawelt seit langer Zeit für ein unverwechselbares Retro-Design. Die Kameras mit ihren vielen Einstellrädern sehen aus, als würden sie von 1960 stammen. In Wahrheit handelt es sich aber um hochmoderne Technik, die für Puristen, ambitionierte Amateure und Profis gleichermaßen geeignet ist.
Kameras
Das Kamerasortiment von Fuji setzt sich im Wesentlichen aus drei Linien zusammen. Die E-Linie umfasst Kameras im klassischen Messsucherdesign, die T-Serie ist an alte Spiegelreflexkameras angelehnt und die H- bzw. S-Serie stellt ähnlich wie die Fuji-Mittelformatkameras Funktionalität in den Vordergrund.
Innerhalb der einzelnen Linien gibt es jeweils ein aktuelles Top-Modell, das mit Dual Card Slot sowie Staub- und Spritzwasserschutz professionellen Anforderungen genügt. Auch die Videofunktionalitäten stechen bei diesen Modellen hervor. So bietet Fuji seit der 2018 eingeführten X-T3 über alle spiegellosen Kameras hinweg 4K-Auflösung und teilweise 60 Bilder pro Sekunde und hohe Bitraten. Auch die Fotoqualität ist dank des X-Trans-Sensors und der Fuji-typischen, an analoge Filme angelehnten Farbsimulationen hervorragend. Einen stabilisierten Sensor bietet Fuji unter anderem in der X-S20 und im Top-Modell X-T5.
Auch die günstigeren Modelle der einzelnen Linien bieten eine hervorragende Bildqualität, sind in Sachen Robustheit und Funktionalität jedoch gegenüber der Topmodelle etwas abgespeckt. Aber auch diese weisen die charakteristischen Retro-Bedienelemente auf, die für die Einstellung von Blende und Belichtungszeit genutzt werden. Bei der X-S10 und X-T200 weicht Fuji von diesem Prinzip ab, um auch Freunde des klassischen PSAM-Wahlrads anzusprechen.
Objektive
Nicht nur die Kameras, sondern auch das breite Angebot an guten Objektiven macht das Fuji-X-System so reizvoll. Neben den vor allem für Profis geeigneten großen und lichtstarken Objektiven gibt es eine ganze Reihe an kleinen Festbrennweiten und Zooms. Hervorzuheben ist dabei besonders die kompakte Festbrennweiten-Linie mit 16mm-, 23mm-, 35mm- und 50mm-Objektiven, die besonders für die Kameras im Messsucherstil interessant sind. Doch auch das hervorragende Weitwinkelzoom 10-24mm und sogar das kleine Kit-Objektiv mit 18-55mm sind die Investition absolut wert. Mit professionellen Teleobjektiven eignet sich das Fuji-System auch für Fotografen mit Portrait- oder Wildlife-Schwerpunkt. Speziell für die Reisefotografie hervorzuheben ist auch das Standardzoom 16-80mm f/4.
Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie
Wie angesprochen eignet sich das Fuji-System für jegliche Formen der Fotografie und damit natürlich auch für die Reisefotografie. Wer am Morgen das Treiben auf einem vielbesuchten Markt mit einer kleinen Festbrennweite dokumentieren und am Nachmittag weit entfernte Tiere ablichten will, den wird das Fuji-System begeistern. Eine komplette Verwandlung der Kamera ist stets nur einen Objektivwechsel entfernt. Kein anderes System eignet sich so gut für ambitionierte Fotografen mit einer großen Bandbreite an Wunschmotiven bei geringem Packmaß.
Und zu guter Letzt ist es das unverwechselbare Retro-Design der Fuji-Kameras, das auf Reisen ab und an von Vorteil sein kann. Die Kameras fallen einfach auf – und das in vielerlei Hinsicht. Die Kameras sehen nicht nach moderner Technik aus, was den einen oder anderen Dieb abhalten kann. Und unter Foto-Enthusiasten sind auf der anderen Seite Gespräche über die Kamera garantiert!
Nikon APS-C (Z-Mount)
Als weiterer großer Hersteller hat auch Nikon 2019 ein neues spiegelloses Kamerasystem vorgestellt. Nach dem letztlich erfolglosen Versuch mit dem Nikon-1-System setzt der traditionsreiche japanische Hersteller nun auf ein kompaktes System mit APS-C-Sensor. Das System besitzt den gleichen Objektivanschluss wie das ebenfalls noch recht neue spiegellose Vollformatsystem von Nikon. Alle Vollformatobjektive können daher auch an den APS-C-Kameras eingesetzt werden.
Kameras
Als erste Kamera für die APS-C-Serie des Z-Mount hat Nikon die Z50* vorgestellt. Das Design der Kamera ist stark an die größeren Schwestermodelle mit Vollformatsensor angelehnt. Damit erbt die Z50 die hervorragende Ergonomie und Haptik, die die Z-Reihe seit Beginn auszeichnet. Der 20-Megapixel-Sensor löst etwas schwächer auf als die Konkurrenz, bietet dafür aber eine unerreichte Bildqualität bei hohen ISO-Werten im APS-C-Bereich. 4K-Videos gehören wie bei den großen Schwestermodellen zum Standard, ebenso wie ein elektronischer Sucher und mehrere Drehräder für die manuelle Wahl von Blende und Belichtungszeit. Für Selfies kann der Monitor auch nach vorne geklappt werden.
Speziell für Vlogger ist die sucherlose Z30* interessant. Sie besitzt ein dreh- und schwenkbares Display, ist aber auch für Fotografen interessant, die möglichst kompakt unterwegs sein wollen. Mit der Z fc* hat Nikon auch eine voll auf Retro getrimmte Kamera im Angebot.
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Objektive
Das Objektivangebot ist derzeit noch nicht besonders umfangreich für den APS-C-Bereich. Als Kitobjektive bietet Nikon ein kompaktes Standardzoom im Bereich 16-50mm oder 18-150mm* und eine Ergänzung im Telebereich bis 250mm* an. Beide Objektive sind leicht, aber nicht besonders lichtstark. Wer lichtstärkere Festbrennweiten nutzen möchte, muss derzeit noch auf die größeren und teureren Vollformat-Exemplare ausweichen. Es ist aber davon auszugehen, dass mit der Zeit auch lichtstarke Objektive speziell für die APS-C-Reihe hinzukommen werden.
Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie
Auch wenn das Angebot der APS-C-Reihe für den Z-Mount derzeit noch überschaubar ist, scheint sich System bestens für die Reisefotografie zu eignen. Die Kameras und Objektive sind klein, unauffällig und kompakt, bieten aber eine hervorragende Bildqualität und Ergonomie. Wenn das System weiter wächst, könnte es sich daher zum idealen Begleiter auf Reisen werden.
Sony APS-C (E-Mount)
Schon etwas länger als das Vollformatsystem bietet Sony auch spiegellose Kameras mit APS-C-Sensor an. Diese sind deutlich kleiner und leichter, besitzen aber den gleichen Objektivanschluss. Auch Vollformatobjektive können so mit den APS-C-Kameras genutzt werden.
Kameras
Aktuell bietet Sony mit dem Einsteigermodell A5100* und den Kameras der A6000er-Serie ein breites Kameraangebot im APS-C-Bereich. Die aktuelle Generation setzt sich aus den Modellen A6100, A6400 und A6600 zusammen. Die A6100* ist das günstigste Modell der Serie, bietet aber bereits ein umfangreiches Funktionsangebot und eine hervorragende Bildqualität bei Fotos und Videos. Der Sensor löst 24 Megapixel auf, Videos werden in 4K-Auflösung aufgezeichnet. Das etwas teurere Schwestermodell A6400* ist ebenfalls eine ideale kompakte Reisekamera. Gegenüber der A6100 besticht sie mit einem höher auflösenden Sucher, einem rasanten Autofokus für jede Art von Motiv und einem Spritzwasserschutz.
- FEINSTE DETAILAUFNAHMEN IHRER MOTIVE Mit dem Exmor R Sensor mit 26 MP und dem BionZ XR Prozessor schnelle Bewegungen einfrieren, selbst bei schwachen Lichtverhältnissen. Es entstehen lebensechte, authentische Bilder und man kann Aufnahmen mit anpassbaren Voreinstellungen einen ganz eigenen Stil verleihen. Mit der Serienaufnahmekapazität von 11 BpS und der großen Auswahl an APS-C-Objektiven von Sony verpasst man niemals wieder den perfekten Moment.
- MÜHELOSES TRACKING MIT KI-GESTÜTZTEM AUTOFOKUS Eine einfache Fokussierung des Motivs erleben mit KI-gestütztem Autofokus. Die dedizierte KI-Verarbeitungseinheit sorgt für schnelles und akkurates Tracking. Sie analysiert die Pose des Motivs und kann nahtlos zwischen Motiven wechseln. Schaltet man auf Vollzeit-DMF um, erlebt man die Welt der Fokus-Belichtungsreihen für hochauflösende Fotografien.
- AUFNAHMEN IN 4K Die α 6700 von Sony enthält einige der besten Funktionen der Cinema Line Kameras und bietet 4K Aufnahmen mit Downsampling von 6K Qualität bei bis zu 30p (10-Bit 4:2:2) sowie 4K in Zeitlupe mit bis zu 120p. Mit aktiver Stabilisierung, S-Cinetone/S-Log3-Profil und KI-gestützten automatischen Bildausschnitten ist dies die perfekte Arbeitshilfe für kinoreife Aufnahmen unterwegs. Die Active-Modus-Stabilisierung bietet Stabilität in jeder Situation.
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Das Spitzenmodell A6700* erweitert die Funktionalität um einen stabilisierten Sensor und einen größeren Akku (der gleiche, der auch in den A7-Vollformatkameras von Sony eingesetzt wird). Zusätzlich weist sie Eingänge für ein externes Mikrofon und Kopfhörer auf und ist damit besonders für Filmer interessant. Die A6700 zeichnet 4K-Videos mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde auf, in der höchsten Bildwiederholrate allerdings mit einem Crop. Ähnlich wie bei den A7-Kameras sind auch die jeweiligen Vorgängermodelle der aktuellen Kameras, die A6000*, A6300* und A6600* nach wie vor zu günstigeren Konditionen erhältlich.
Objektive
Durch den identischen Anschluss können alle Vollformatobjektive für die Sony-A7-Serie auch an den APS-C-Kameras genutzt werden. Aufgrund der kleinen Kameras empfiehlt es sich aus Gründen der Ergonomie aber, auf die dedizierten APS-C-Objektive zurückzugreifen. Mit einem guten Weitwinkelzoom* und einem kompakten Standardzoom* sowie zahlreicher lichtstarker Festbrennweiten im Bereich 24mm*, 35mm* und 50mm* bietet Sony ein rundes Paket an. Im Telebereich ergänzt das neue 70-350mm* das Angebot. Besonders empfehlenswert ist im Weitwinkelbereich auch die lichtstarke, manuelle Festbrennweite 12mm f/2.0 des Herstellers Samyang*.
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Einsatzbereiche und Eignung für die Reisefotografie
Ähnlich wie das EF-M-System ist auch Sony-APS-C besonders für jene Fotografen geeignet, die Wert auf eine möglichst kompakte Ausrüstung legen. Die technische Bildqualität und auch die weitergehenden Funktionalitäten im Videosegment (Log-Profile, Sensorstabilisierung, 4K) heben sich jedoch von Canon ab. Zudem gibt es mit dem kompatiblen Vollformatsystem eine zukunftssichere Erweiterungsmöglichkeit. Das APS-C-System von Sony kann daher auch als ideales Zweitsystem auf Reisen angesehen werden. Insgesamt muss jedoch konstatiert werden, dass die APS-C-Reihe von Sony dringend ein Update benötigt. Die aktuellen Modelle sind bereits mehrere Jahre auf dem Markt und hinken der direkten Konkurrenz gerade im Video-Bereich mittlerweile etwas hinterher.
Systeme mit Micro-Four-Thirds-Sensor
Panasonic / Olympus / YI (MFT-Mount)
2008 stellte Panasonic die erste spiegellose Systemkamera nach heutigem Verständnis vor. Mit einem neuen Bajonettstandard, der in Kooperation mit Olympus entwickelt wurde und den Nachfolger des Four-Thirds-Standards darstellte. Das Micro-Four-Thirds-System (MFT) ist heute das spiegellose System mit der größten Kamera- und Objektivvielfalt und sowohl für Einsteiger als auch für professionelle Anwender geeignet.
Kameras
Sowohl Olympus als auch Panasonic bieten Kameras für professionelle Einsatzzwecke mit Spritzwasserschutz, Dual Card Slots und umfangreichen Bedienelementen an. Bei Olympus ist das die OM-D E-M1 III*, bei Panasonic die Lumix G9* sowie die Lumix GH5*, die speziell auf Videografen ausgerichtet ist. Die Kameras sind in erster Linie auf Funktionalität und eine gute Handhabung ausgelegt. Dadurch sind sie größer und schwerer, als man es bei dem kleinen MFT-Sensor erwarten würde. Aufgrund der kleineren Sensorgröße liegt auch die Pixelzahl mit 20 Megapixeln unter derer der Systeme mit größeren Sensoren.
- Integrierte Fünf-Achsen-Bildstabilisation mit Sensor-Shift für gestochen scharfe Videos und Fotos ohne zu verwackeln
- Höchste Mobilität dank geringem Gewicht und kompakter Bauweise sowie eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Objektiven
- Herausragende Bildqualität mit gestochen scharfen Bildern bis an die Bildränder
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Kleinere Kameras sind beispielsweise die Olympus OM-D E-M10 III* und die Panasonic Lumix G81*. Wie ihre großen Schwestermodelle zeichnen sie Videos in 4K-Auflösung auf, besitzen aber Sensoren mit 16 Megapixeln. Panasonic bietet neben den angesprochenen, im Spiegelreflexdesign gehaltenen Kameras mit der GX-Linie auch Modelle im Messsucherdesign an. Das Topmodell GX9* besitzt dabei einen 20-Megapixel-Sensor, die kleineren Modelle GX80* und GX800* 16 Megapixel.
- Brillante Bildqualität, 16 MP Live MOS Sensor ohne Tiefpassfilter, extrem schneller Hybrid Kontrast AF, Dual I.S. Bildstabilisierung
- Hochwertige Wechselobjektivkamera mit 12-60 mm MFT Objektiv (entspr. 24-120 mm KB)
- Handliche 4K Systemkamera für Foto & Video, u. a. Serienbilder mit 30 B/s, Post Focus, Focus Stacking, 4K 30p Video
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Nahezu alle aktuellen Kameras von Olympus und Panasonic besitzen einen stabilisierten Sensor, der Verwacklungen ausgleicht. Zusammen mit der optischen Bildstabilisierung in den Objektiven ermöglicht das System eine extrem ruhige Kameraführung, die allen anderen Systemen überlegen ist. Vor allem Filmer werden die Stabilisierung zu schätzen wissen. In manchen Situationen ist die Stabilisierung einem Gimbal ebenbürtig.
Objektive
Alle Kameras, sowohl von Olympus als auch von Panasonic, können mit den Objektiven des jeweils anderen Herstellers betrieben werden. Vom Pancake-Kitobjektiv über lichtstarke Festbrennweiten bis hin zu Telezoomobjektiven mit umgerechnet 800mm Brennweite lässt der MFT-Objektivpark keine Wünsche offen.
Besonders empfehlenswert sind bei Panasonic die in Zusammenarbeit mit Leica entworfene Zoomobjektiv-Reihe 8-18mm*, 12-60mm* und 50-200mm*. Die Objektive sind zwar teuer, aber leicht, kompakt und bieten eine hervorragende Bildqualität. Von Olympus gibt es Äquivalente aus der hauseigenen PRO-Serie, die allerdings nicht ganz so kompakt sind. Wer eher auf der Suche nach einer kleinen Festbrennweite ist, dem sei das Olympus 17mm f/1.8* (34mm-Äquivalent) und das Olympus 45mm f/1.8* (90mm-Äquivalent) empfohlen.
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Einsatzbereiche und Zielgruppe
Der kleine Sensor des MFT-Systems spielt seine Vorteile gerade auf Reisen aus. Denn er ermöglicht es, dass die Objektive auch im Telebereich und bei großer Lichtstärke sehr leicht und kompakt gebaut werden können. Das spart Gewicht und Platz im Koffer. Zudem bleiben durch das sehr breite Angebot und die Abdeckung aller erdenklichen Preisklassen keine Wünsche offen. Natürlich besitzt das MFT-System auch immanente Nachteile wie eine größere Tiefenschärfe im Vergleich zu Vollformatobjektiven mit gleicher Lichtstärke und schlechteres Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten. Allerdings sind die Kameras inzwischen auf einem so guten Niveau angelangt, dass letzteres bei den allermeisten Anwendern kaum störend in Erscheinung treten wird.
Zudem ermöglicht die systemübergreifend beste Sensorstabilisierung bei Olympus und Panasonic längere Belichtungszeiten. Bei statischen Motiven lassen sich hohe ISO-Werte so umgehen. Und auch auf ein Stativ lässt sich auf diese Weise manchmal verzichten.
Alternativen zu spiegellosen Systemkameras
Noch nicht das ideale System gefunden? Oder soll es gar keine Systemkamera werden, sondern eine kompaktere Alternative? Dann wirf am besten gleich einen Blick in meine Kameraempfehlungen für die Reisefotografie. Zur passenden Objektivkombination für deine nächste Reise geht es hier!
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Felix ist Fotograf und Autor, spezialisiert auf Landschafts- und Reisefotografie und zu Hause im Saarland und der ganzen Welt. Wenn er nicht gerade in der Natur oder den Bergen unterwegs ist, schreibt er hier über seine Reisen, die Fotografie oder über sein liebstes Fortbewegungsmittel, die Seilbahn.
Gute Beschreibung des Canon RF Systems. Ich möchte nur noch anmerken, dass man sich als Amateur inzwischen auch eine günstige Ausrüstung zusammenstellen kann:
-Die Canon EOS RP inklusive (!) 24-105/4-7,1 für 899€ (gab es vor einigen Wochen bei Media Markt)
-RF 50mm/1,8 gab es gleichzeitig für 149€ (aber selbst der Normalpreis ist günstig)
-RF 100-400/5,6-8 bekommt man unterhalb 700€ ( ich habe es gerade für 649€ neu gekauft)
-Man bekommt noch immer das sehr gute Viltrox 85mm/1,8 für 299€ bei Rollei
-Schließlich noch das RF 16mm/2,8 für 320€.
Man rechne mal zusammen und versuche bei einer anderen Marke eine solche Vollformat Ausrüstung günstiger zu bekommen.